Kant (1784): Was ist Aufklärung?

•October 7, 2008 • Leave a Comment

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es Anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein.

Annual Message to Congress (1 December 1862)

•September 26, 2008 • Leave a Comment

„The dogmas of the quiet past, are inadequate to the stormy present. The occasion is piled high with difficulty, and we must rise with the occasion. As our case is new, so we must think anew, and act anew. We must disenthrall our selves, and then we shall save our country. Fellow-citizens, we cannot escape history. We of this Congress and this administration, will be remembered in spite of ourselves. No personal significance, or insignificance, can spare one or another of us. The fiery trial through which we pass, will light us down, in honor or dishonor, to the latest generation.“

Abraham Lincoln

•September 15, 2008 • Leave a Comment

„Andere glaubten um meiner selbst willen bedauern zu müssen, dass ich meine bisherige nicht geringe Popularität gefährdet hatte. Ich gestehe aber, seither öfters mit Befriedigung daran zurückgedacht zu haben, dass ich gleich anfangs schon die Stellung einnahm, zu der sich doch bald darauf die meisten Rechtlichen und Einsichtigen genötigt sahen und die sie nur deswegen nicht sofort mit mir teilten, weil sie entweder den Charakter der Bewegung nicht sogleich erkannten, oder erst bei der nähergerückten Gefahr die Selbstüberwindung fanden, auf den gewohnten Beifall der Menge zu verzichten.“

F.D. Basserman

Freiheit

•August 30, 2008 • Leave a Comment

Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein.

Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen, wenn ich es kann.

Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten.

Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt
und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt.

Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen
und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben.

Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb
 für ein Trinkgeld abkaufen zu lassen. 

Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens
entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen.

Lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs,
als die dumpfe Ruhe Utopiens.

Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben, 
noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben.

Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln,
der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen:

D I E S   I S T   M E I N   W E R K

- Albert Schweizer